Installation „Lautundleise“ von Ruth Schnell im stadtbad Dornbirn

Mit der Neugestaltung und Sanierung des Dornbirner stadtbades wurde im Zuge von „Kunst am Bau“ eine Installation der Medienkünstlerin Ruth Schnell realisiert.

„LAUTUNDLEISE“ ist eine Installation, die sich - vordergründig nicht sichtbar – als Verknüpfung zwischen dem realen und dem Erlebnisraum im Bad positioniert. Die „Black Box“ mit integrierter Rutsche ist zentrales Element der neuen Architektur. Der in schwarzem Sichtbeton ausgeführte Baukörper wird an seiner dem Sportbecken zugewandten Seite durch eine Uhr und eine zentrale Anzeigetafel geprägt. Diese Seite rückt also immer wieder in das Blickfeld der Besucher. Hier schreibt sich „LAUT UND LEISE“ als Verknüpfung von realem Umraum und virtuellem Zeichenraum in die Erlebniszone „Schwimmbad“ ein.

Zentral zwischen Anzeige und rechter Kante wird als drittes Wandelement ein ein Meter hoher, aus vier bis fünf vertikalen Reihen blauer LEDs bestehender Leuchtstab positioniert.

Die Trägheit der menschlichen Wahrnehmung nutzend, werden Buchstaben und Wörter sichtbar, die über Lichtimpulse als Nachbilder auf der Netzhaut generiert werden. Die Wörter sind nur in der individuellen Wahrnehmung vorhanden und bleiben je nach Position und Bewegung der Betrachterinnen und Betrachter nicht im „Rahmen“ der Wand gefangen, sondern dehnen sich scheinbar auf den Umraum aus. Bei direkter Betrachtung erscheint der Stab als pulsierender Lichtbalken. Lässt man den Blick am Leuchtstab vorbei gleiten, stehen die Wörter kurz Hologrammen gleich im Raum. Ein mit der Steuereinheit verbundenes Messgerät misst kontinuierlich den Geräuschpegel in der Schwimmhalle. Zunehmende Lautstärke beschleunigt den Rhythmus der „Wort-Wechsel“. Zudem verschiebt sich die Zusammensetzung der den Katalogen entnommenen Begriffe von individuellem zu sozialem Anliegen (Wortkataloge aus den Bereichen Gesundheit/Freizeit bzw soziale Wellness).